Drogenrazzia im Rhein-Main-Gebiet – ein Höchster involviert

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Foto: Symbolfoto von Myriams-Fotos auf pixabay.com

46 Wohnungen, Garagen und Gewerberäume durchsuchten am Dienstag (15.06.) Polizeikräften im Bereich Stadt und Kreis Offenbach als auch Frankfurt. Zudem war Höchst (Odenwald) ebenfalls Ziel der Ermittler.

Der Hintergrund für die Durchsuchungen richtete sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei gegen den organisierten Drogenhandel. Der Erfolg der Ermittler basierte auf der Entschlüsselung von Kommunikationsdaten von EncroChat, SkyECC und Anom – allesamt verschlüsselte Netzwerke. Zudem führten die über mehr als ein Jahr andauernden Ermittlungen der „Betäubungsmittelabteilung der Staatsanwaltschaft Darmstadt“ und des „Kommissariats zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität des Polizeipräsidiums Südosthessens“ zu dem erfolgreichen Drogenschlag.

Für den Einsatz wurden mehr als 700 Einsatzkräfte, 20 Spürhunde als auch Spezialeinheiten der Polizei eingesetzt.

11 Personen wurden festgenommen

Gegen 10 Männer im Alter zwischen 28 und 36 Jahren sowie eine Frau im Alter von 32 Jahren hatte die Staatsanwaltschaft bereits Haftbefehle erwirkt; 30 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Einer der Verdächtigen stammte aus Höchst. Laut Pressebericht der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südosthessen wirft die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten organisierten bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Rauschgifthandel vor. Zudem wird mehreren Personen die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Drogenplantagen, -produktion und -schmuggel

Die Beschuldigten sollen mehr als zwei Tonnen Cannabis aus Spanien nach Deutschland geschmuggelt und anschließend mit hohen Gewinnen weiterverkauft haben. Außerdem sollen die beteiligten Personen mit großen Mengen Kokain (über 50 Kilogramm) Handel betrieben haben. Ein mutmaßlicher Abnehmer habe weitere 600 Gramm Amphetamin bei sich gehabt.

Des Weiteren wird ihnen vorgeworfen, ein Amphetaminlabor betrieben zu haben. In diesem seien mehrere Hundert Kilogramm Amphetamin produziert und verkauft worden. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung lagerten noch zehn Kilogramm Amphetamin im Labor. Außerdem fanden die Beamten diverse Chemikalien und fünf Kilogramm Amphetaminbase; streckbar auf 50 Kilogramm Amphetamin. 

Dem nicht genug wurden zwei Kleinplantagen für Cannnabis, mehr als fünf Kilogramm Cannabis, 800 Gramm Kokain, sieben erlaubnispflichtige Schusswaffen, sowie Bargeld im hohen fünf-stelligen Bereich als auch diverse Luxusartikel von den Fahnder sichergestellt.

Geldwäsche mit Drogengeschäften

Die Ermittlungen erstrecken sich zudem auf Tatbeteiligte wegen des Verdachts der Geldwäsche. Hierbei seien über verschiedene Gewerbe die erzielten Gewinne aus den Drogengeschäften in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust worden. Fünf Immobilien wurden daher ganz oder zum Teil mit Arresten belegt, drei Taxen beschlagnahmt. Zur Abschöpfung der mutmaßlichen Gewinne erwirkte die Staatsanwaltschaft Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von über 16 Millionen Euro. 

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