Reise zu den Räubern: Ein Rundgang in Michelstadt eröffnet die Geschichte

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Ein Wald, wie geschaffen für Räuber. Foto: Stadt Michelstadt

Die neue Stadtführung „Die Räuber sind in der Gegend!“ findet zum ersten Mal am Samstag, 22. Oktober ab 17.30 Uhr statt.

Zusammen mit der Räuberbraut gehen die Teilnehmer auf einen Rundweg durch die Altstadt Michelstadts, auf dem sie Geschichten über die Räuberbanden hören, die einst im Odenwald und Spessart ihr Unwesen trieben.

Gesetzestreu die Obrigkeit zu achten, das traf um 1800 nicht auf alle Untertanen zu. Unter der Leitung des „Roten Hann-Adam“ und des „Langen Samels“ machte eine Räuberbande den Odenwald zu einem gefürchteten Pflaster.

Elisabeth Müller, Vagantin und „Beischläferin“ des Samels (historisch belegt) berichtet vom Ausbaldowern, Ganfen und Malochen, von Gaunerzinken, Hehlern, Stockhieben und Pranger, von der Laudenauer Freiheit, wo die Sohre geteilt wurde und vom unrühmlichen Ende der Bande 1814 auf dem Schafott.

Gleichzeitig vermittelt der Rundgang ein Stück Sozialgeschichte des damals armen Odenwaldes. Die Teilnahme kostet 6 Euro pro Person, inklusive eines kleinen Umtrunks. red

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