Verhaftungen und Hausdurchsuchungen nach Schießerei

Nachdem bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Familien in der Parkstraße in Darmstadt-Kranichstein am frühen Donnerstagabend (07.05., wir haben berichtet) zwei Männer durch
Schüsse und zwei weitere durch einen schlagstockähnlichen Gegenstand verletzt
wurden, hat die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Darmstadt den Erlass von Haftbefehlen gegen drei Männer beantragt.

Der Tatverdacht des gemeinschaftlich begangenen, versuchten Tötungsdeliktes, richtet sich aktuell gegen drei 56, 32 und 27 Jahre alte Männer aus Griesheim und Kranichstein.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sollen die Beschuldigten, vier 29, 31, 35 und 58-jährigen Kontrahenten im Rahmen des außer Kontrolle geratenen Streits verletzt haben. Zwei von ihnen erlitten Schussverletzungen, die zwei anderen
Schlagverletzungen.

Alle Beteiligten gehören zwei Familien an, unter denen zudem Verwandtschaftsverhältnisse bestehen.

Der Hintergrund der eskalierenden Auseinandersetzung soll in einem langjährigen und anhaltenden Sorgerechtstreit begründet sein.

Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurden insgesamt neun Personen zunächst festgenommen.

Bei den Überprüfungen konnten gegen fünf von ihnen keine ausreichenden
Tatverdachtsmomente begründet werden, so dass diese Männer und Frauen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Bei fünf Wohnungsdurchsuchungen in Kranichstein, Wixhausen und Griesheim, die bereits in der Nacht durchgeführt und am Freitagvormittag fortgesetzt wurden,
hat die Polizei mehrere Zufallsfunde gemacht.

Hier stellten die Beamten
umfangreiches mutmaßliches Diebesgut sicher. Darunter zahlreiche
Navigationsgeräte, die bereits einzelnen Straftaten zugeordnet werden konnten.

Auch stießen die Ermittler in den Räumen auf große Mengen Kleidung, an denen sich noch die Diebstahlssicherungen befanden. Zusätzlich sicherten die Beamten
zwei Schreckschusswaffen und zwei leere Waffenkoffer.

Am Freitagmittag endete die Spurensicherung am Tatort. Hier war die groß angelegte Suche nach den Tatwaffen am Morgen weiterführt worden. In diesem
Zusammenhang fanden die Ermittler in einem angrenzenden Gebüsch eine
Brechstange, die als mutmaßliches Schlagwerkzeug in Frage kommt und als Beweismittel sichergestellt wurde.

Für die Dauer der Suche war der Bereich weiträumig abgesperrt. Von der Tatwaffe fehlt bislang jede Spur. Die Suchmaßnahmen hierzu laufen weiter.

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