Sechs Tote bei Motorradunfällen dieses Jahr

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Foto: pixabay

Zwei getötete Motorradfahrer sowie 14 verletzte Biker weniger als im Vorjahr, lautet die Bilanz kurz nach Ende der Motorradsaison 2021 in Südhessen.

Während der diesjährigen Saison wurden 89 Biker mit Motorrädern über 125 ccm Hubraum schwer und 160 leicht verletzt. Sechs Motorradfahrer und eine Mitfahrerin verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass nach derzeitigem Ermittlungsstand nur einer dieser tödlich verlaufenden Unfälle auf einen Fahrfehler eines Bikers zurückzuführen war. In den übrigen Fällen waren es Kollisionen mit Autofahrern, medizinische Ursachen und in einem Fall gar der Zusammenstoß eines Motorradfahrers mit einem Wildschwein bei Weiterstadt im August, die zu den tragischen Folgen führten.

Im Jahr 2020 gab es 81 schwerverletzte, 182 leichtverletzte sowie acht getötete Motorradfahrer. Die Anzahl der Unfälle nahm leicht ab. Ereigneten sich im Jahr
2020 insgesamt 362 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrern schwerer Maschinen (über 125 ccm) in Südhessen, sind es nach aktuellem Stand bislang 340 Unfälle. Die überwiegende Anzahl der Motorradfans war wieder verantwortungsvoll und vernünftig auf den Strecken in Südhessen unterwegs.

Insgesamt kontrollierten die Ordnungshüter im Bereich des Polizeipräsidiums Südhessen rund 9000 Motorräder. Immerhin 74 Fahrern drohen wegen erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen Fahrverbote. „Die allermeisten Biker verhalten sich vorschriftsmäßig und wir differenzieren klar zwischen Motorradfahrern, die sich an die Regeln halten und denen, die unangenehm auffallen“, so Polizeipräsident Bernhard Lammel.

32 Motorräder stellte die Polizei bei den Kontrollen sicher, hauptsächlich, weil Manipulationen an den Auspuffanlagen bemerkt wurden. Bei insgesamt 143 Maschinen war aufgrund unzulässiger Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen. Positiv zu vermerken ist in diesem Zusammenhang, dass Alkohol oder Drogen lediglich bei einem Fahrer eines schweren Motorrads festgestellt wurde.

Auch im Jahr 2021 legten die Ordnungshüter erneut ein spezielles Augenmerk auf vermeidbaren Lärm, den Motorradfahrer verursachen und der Anwohner an stark frequentierten Strecken ganz besonders stört.

Laute Maschinen mit ausgebauten DB-Killern wurden von der Polizei, wie bereits im Vorjahr, konsequent aus dem Verkehr gezogen. Polizeipräsident Lammel sagt hierzu: „Es dürfte sich mittlerweile unter Motorradfahrern herumgesprochen haben, dass wir bei Manipulationen an den Auspuffanlagen keinen Spaß verstehen. Die Fahrt ist damit unweigerlich an Ort und Stelle beendet.“ red

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