Helfen kann so einfach sein

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Engagement über den Klinikalltag hinweg: Sabine Mahler, Dr. Florian Dvorak und Dr. Sascha Baum (v. li.) haben bei der jüngsten Registrierungsaktion an der Asklepios Schlossberg Klinik in Bad König 41 neue Spender für die DKMS erfassen können. Foto: Asklepios

Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs, weltweit betrachtet sogar alle 27 Sekunden. Eine erschreckend hohe Zahl, die nachdenklich macht, glücklicherweise aber auch viele dazu bringt, aktiv zu werden.

So auch die Mitarbeiter der Asklepios Schlossberg Klinik Bad König. Seit vielen Jahren unterstützen sie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mit regelmäßigen Registrierungsaktionen. Die gemeinnützige Organisation erfasst potentielle Stammzellspender, die für viele Blutkrebspatienten die einzige Chance sind, wieder gesund zu werden.

Im März fand die jüngste Spenderaktivierung direkt in der Klinik statt. „Wir organisieren in regelmäßigen Abständen diese Registrierungsaktionen. In diesem Fall hatte es allerdings noch einen sehr persönlichen Hintergrund für uns alle“, sagt Desiree Schumacher, Geschäftsführerin der Asklepios Schlossberg Klinik Bad König.

Erst vor Kurzem wurde bei dem Sohn einer Mitarbeiterin Blutkrebs diagnostiziert. Glücklicherweise wurde schnell ein passender Spender für den vierjährigen Henri gefunden. „Eine Möglichkeit, die sich nicht für alle ergibt. Für jeden zehnten Patient gibt es keinen passenden Spender.

Um das zu ändern, ist es unheimlich wichtig, dass sich möglichst viele Freiwillige bei der DKMS registrieren lassen“, so Schumacher.

An drei Tagen standen diesmal Dr. Florian Dvorak (Leitender Oberarzt der Neurologie), Sabine Mahler (Gesundheitspflegerin), Dr. Sascha Baum (Leitender Oberarzt der Inneren Medizin) sowie Sibylle Erb (Verwaltung/ Organisation) interessierten Kollegen und Besuchern für Fragen und zur direkten Registrierung zur Verfügung.

„Viele wissen gar nicht, wie einfach das geht. Mit einem Wattestäbchen wird ein Abstrich an der Wangenschleimhaut entnommen. Mit der unterschriebenen Einverständniserklärung landet die Probe im Labor, wo die relevanten Gewebemerkmale ausgewertet und das Ergebnis pseudonymisiert für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung gestellt wird“, sagt Schumacher.

41 neue Spender konnten durch die Registrierung in Bad König erfasst werden. Die Kosten von 35 Euro pro Abstrich übernahm dabei die Schlossberg Klinik selbst. „Wir sind glücklich, dass wir damit die Chance für alle Blutkrebs-Patienten erhöht haben, einen passenden Spender zu finden. Henri hat mittlerweile seine Transplantation überstanden und erholt sich langsam.

Wir wünschen ihm und seiner Familie, dass die Genesung weiterhin nach Plan verläuft und er bald wieder zu alten Kräften kommt“, so Schumacher. Weitere Informationen zur Registrierung und Stammzellspende gibt es unter www.dkms.de. red

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