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Landkreis Darmstadt-Dieburg. Diesen Sonntag ist es wieder soweit: Es ist Muttertag. Traditionell machen Kinder ihrer Mutter kleine Geschenke, auch in Kindergärten wird meist etwas gebastelt.

Wie beliebt der Tag ist, zeigt sich in den Zahlen: Bei einer Umfrage im letzten Jahr kündigte mehr als ein Viertel der Befragten an, dass sie ihrer Mutter ein kleines Geschenk machen würden. Weitere 13 Prozent wollten sie anrufen, ihr einen Brief oder eine Nachricht zukommen lassen (Quelle: statista). Viele andere haben nicht die Möglichkeit, mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten, oder sie überlegen sich etwas ganz anderes wie zum Beispiel einen Ausflug.

Nur acht Prozent hatten sich keine Gedanken dazu gemacht. Auch frühere Umfragen zeigen, dass der Muttertag als besondere Erinnerung zum Dankesagen beliebt ist. Drei Viertel sind dafür, und neun von zehn finden, dass man der eigenen Mutter nicht nur an diesem Tag dankbar sein sollte.

Begonnen hat die Geschichte dieses Tages vielleicht schon in der Antike als ein religiöses Fest. Die moderne Form des Tages ist eine Idee aus den USA, wo es bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Bestrebungen gab, diesen Tag zu etablieren. Das gelang dann 1914. In Deutschland dauerte es etwas länger: Der Tag wurde in der Weimarer Republik zunächst von Blumenhändlern etabliert.

Immer wieder keimt Kritik auf, der Muttertag sei durchkommerzialisiert. Das trifft insofern zu, dass Blumenhändler regelmäßig an diesem Tag die größten Tagesumsätze des ganzen Jahres erzielen – noch vor dem Valentinstag. Auf der anderen Seite hat sich die Tradition seit hundert Jahren als stabil gegenüber den Herausforderungen der Zeiten erwiesen.

Auch die zweite Hälfte der Elternschaft bekommt bald ihre Anerkennung: Schon am nächsten Donnerstag ist Christi Himmelsfahrt und damit auch Vatertag. Sofern das Wetter mitspielt, werden sich wohl einige mit einem Bollerwagen auf den Weg in Wald und Flur machen, andere dürften den freien Tag zuhause genießen.

Ersteres scheint als Tradition im Schwinden begriffen, der Trend geht zu gemeinsam erlebter Zeit mit der Familie und Freunden. Sven Iwertowski

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