Wahl in Brensbach: Müller macht’s!

Ein besonderes, vorgezogenes Geburtstagsgeschenk haben die Wähler dem Brensbacher Bürgermeister Rainer Müller (SPD) am Sonntag im Bannoser Theater beschert. Mit fast 61 Prozent sprachen die Brensbacher ihrem bisherigen Bürgermeister für die kommende Amtszeit von weiteren sechs Jahren ihr Vertrauen aus. Die parteilose Kandidatin der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Brensbach, Daniela Marx, vereinte beachtliche 24,50 Prozent der Stimmen auf sich, der parteilose Matthias Hoffmann kam auf 14,55 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59,8 Prozent.

„Die 60 Prozent freuen mich sehr und es macht mich fast ein wenig stolz“, sagte Müller kurz nach dem Auszählen der Stimmen. Zur vorangegangenen Wahl 2014 hatte er noch mit 51.10 Prozent gesiegt. Dank eines engagierten Wahlkampfteams habe es einen anständigen, seriösen Wahlkampf gegeben. „Jetzt habe ich für weitere sechs Jahre Energie“, sagte Müller, „Das heizt den Dampfer richtig auf.“

Kritik am Wahlsieger
Ein paar Kilometer weiter, in Brensbach-Wallbach, mochte bei der UWG und Daniela Marx keine Freude über das sehr respektable Ergebnis aufkommen. „Die Veränderungsbereitschaft ist gering“, erklärte sich Marx den Wahlsieg ihres Konkurrenten. Sie werde Müller kontaktieren und ein Liste mit offenen Punkten zukommen lassen, die sie unabhängig von der Wahl abgearbeitet wissen will, etwa beim Thema Bürgerbus und die Qualität der Kinderbetreuung in Brensbach. „Ich bin mit vielen Dingen unzufrieden und erwarte, dass Müller das in Ordnung bringt.

Gelassener Verlierer
Gelassener sieht es Hoffmann, der immerhin 14,55 Prozent erreicht hat. „Es ist alles okay“, meint Hoffmann. „Ich habe es probiert, aber die Leute wollten eben den alten Bürgermeister behalten. Ich habe damit überhaupt kein Problem.“

Im Bannoser feierte der seit Mitternacht 59-jährige Müller gebührend sein „Double“, bevor es wieder an seinen alten und neuen Gemeindeplatz geht- auf den Rathaus-Chefsessel. sab

Fotos: Sandra Breunig

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