Michelstadt. Nahe dem Bahnhof entsteht derzeit eine neue Notunterkunft für obdachlose Menschen. Am Kutschenweg zwischen dem ehemaligen Raiffeisen-Gelände und der Walther-Rathenau-Allee werden aktuell Wohncontainer montiert, die bald bezugsfertig sein sollen.
Mit der Anlieferung und dem Aufbau der Module ist ein wichtiger Schritt abgeschlossen. Die Container werden auf einem vorbereiteten Fundament befestigt und anschließend eingerichtet, sodass eine kurzfristige Belegung möglich ist.
Geplant sind zwei Wohncontainer mit jeweils zwei getrennten Wohneinheiten. Insgesamt können dort vier Menschen einzeln untergebracht werden. Jede Einheit ist rund 6,3 Quadratmeter groß und mit Bett, Schrank, Tisch und Stuhl ausgestattet. Ziel ist es, den Bewohnern einen geschützten Rückzugsraum mit einem Mindestmaß an Privatsphäre zu bieten.
Ergänzt wird die Anlage durch einen Sanitärcontainer mit Duschen und Toiletten. Außerdem entsteht ein weiterer Container mit einem rund 13 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum mit Kühlschrank, Kochmöglichkeiten sowie Tischen und Stühlen.
Die Gesamtkosten für Container, Fundament und Ausstattung liegen bei rund 120.000 Euro. „Mit der zusätzlichen Notunterkunft schaffen wir dringend benötigte Kapazitäten und kommen unserer sozialen Verantwortung als Kommune nach“, erklärt Bürgermeister Dr. Tobias Robischon. Der Standort in Bahnhofsnähe sei bewusst gewählt worden, da er gut erreichbar und infrastrukturell angebunden sei.
Die Städte Michelstadt und Erbach wollen bei der Unterbringung obdachloser Menschen künftig enger zusammenarbeiten. Beide Kommunen sehen den betroffenen Personenkreis als gemeinsamen Sozialraum und hatten im vergangenen Jahr eine entsprechende Kooperation beschlossen. red

