Die Autorin Ella Theiss lädt am 23. Oktober zu einer Lesung von historischen Krimis mit Odenwald-Bezug in die Orangerie in Erbach ein. Foto: Ella Theiss / Ellen Eckhardt

Erbach. Am Freitag, den 23. Oktober, liest die Autorin Ella Theiss ausgewählte Texte aus zwei ihrer historischen Krimis in der Orangerie am Lustgarten in Erbach. Die Lesung, zu der der Eintritt frei ist, beginnt um 19:30 Uhr. Organisiert wird die Veranstaltung von der Erbacher Stadtbücherei.

Für schaurig schöne Zuhörstunden sorgen Auszüge aus Theiss’ beiden Krimis „Das Darmstädter Mörderliebchen“ sowie „Darmstädter Nachtgesänge“. Beide Krimis haben durch ihre Charaktere und Spielorte einen direkten Bezug zum Odenwald.

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Im Kriminalroman „Das Darmstädter Mörderliebchen“ geht es um den Kammerdiener Johann Stauff, der des Mordes an Gräfin von Görlitz beschuldigt, verhaftet und ins Arresthaus gesperrt wird. Für seine Braut Christina Born aus Fränkisch-Crumbach beginnt ein Spießrutenlauf. Die Geschichte lehnt sich an einen wahren Kriminalfall an, mit der legendären Familie Georg Büchners und Struwwelpeter-Autor Heinrich Hoffmann in den Nebenrollen.

Die „Darmstädter Nachtgesänge“ spielen 1834 im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Ein gräflicher Förster liegt tot in einem Waldstück bei Michelstadt. Als Mörder gilt Jacob Trumpfheller, ein Holzräuber und Wilderer. Anna, Dienstmädchen bei Familie Büchner in der Grafenstraße, versucht zu beweisen, dass Jacob den Mord nicht begangen hat. Der Roman erzählt einen authentischen Mordfall im Odenwald mit der Familie Georg Büchners in den Nebenrollen.

Um Voranmeldung für die Lesung wird bis zum 21. Oktober unter stadtbuecherei@erbach.de gebeten.

Über die Autorin:
Ella Theiss lebt in Roßdorf, nahe Darmstadt, und hat Germanistik und Sozialwissenschaften studiert, ehe sie rund dreißig Jahre als Redakteurin, PR-Texterin und Sachbuchautorin zu ökologischen Themen gearbeitet hat. Heute schreibt sie vor allem Romane und Erzählungen, von denen mehrere ausgezeichnet wurden. Unter anderem belegte sie mit ihrem historischen Krimi „Die Spucke des Teufels“ den 2. Platz beim Gerhard-Beier-Preis 2010, ihre Erzählung „Das Hurenkind“ gewann den Quo-Vadis-Preis für historische Kurzprosa 2013 und 2017 war sie mit dem Kurzkrimi „Sehnsucht“ für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. red

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