
Erbach. Moderne Funktechnik soll künftig die Sicherheit in den Feuerwehrhäusern im Odenwaldkreis erhöhen. In Erbach und seinen Stadtteilen werden derzeit insgesamt 150 Rauchwarnmelder mit sogenannter LoRaWAN-Technologie installiert.
Das energieeffiziente Funknetz „Long Range Wide Area Network“ überträgt kleine Datenmengen über große Entfernungen zwischen batteriebetriebenen Sensoren und dem Internet. So können die Melder kontinuierlich Informationen über ihren Zustand senden und im Ernstfall sofort Alarm auslösen.
Wird Rauch erkannt, gibt der Melder ein akustisches und optisches Signal ab. Zusätzlich kann eine Meldung über die zentrale IoT-Infrastruktur weitergeleitet werden – etwa an die Feuerwehr. Dadurch sollen Brände deutlich früher erkannt werden, beispielsweise wenn Akkus in Feuerwehrgerätehäusern Feuer fangen.
Der Odenwaldkreis unterstützt die Kommunen bei der Einführung der Technik und fungiert als zentraler Ansprechpartner. Die konkrete Auswahl und Beschaffung der Infrastruktur erfolgt jedoch dezentral durch die Städte und Gemeinden.
Die LoRaWAN-Technologie ist Teil des Projekts „kommunal360 – verbinden im Odenwaldkreis“, das auf dem Programm „Katastrophenschutz goes digital“ basiert. Ziel ist ein digitales Frühwarnsystem, das den Bevölkerungsschutz verbessert – insbesondere bei Extremwetterlagen wie Hochwasser oder Waldbrand.
Gefördert wird das Projekt vom Hessischen Digitalministerium im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 676.500 Euro, davon werden 608.850 Euro gefördert. red
