Ein Verletzter und 30.000 Euro Schaden bei illegalem Autorennen

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Am Montag (06.12.), 01:15 Uhr, kam es auf dem
Streckenabschnitt der B45 zwischen Michelstadt und Bad König – Zell zu einem Verkehrsunfall, dessen Ursache mutmaßlich ein sogenanntes illegales Autorennen gesetzt war.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten ein 20- und ein 23-jähriger Odenwälder noch im innerörtlichen Bereich von Michelstadt ein Autorennen
gestartet. Dabei fuhren sie mit in der Raser- und Poserszene beliebten Automarken bzw. -typen.

Ihre Fahrt setzten die beiden über die B45 in Richtung Bad König fort. Auf dem zweispurigen Bereich der B45 fuhr vor den beiden ein
56-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Aufgrund ihrer unangepassten Geschwindigkeit in der dortigen 100er Zone konnte der auf der
rechten Spur fahrende 20-Jährige eine Kollision nicht mehr verhindern und fuhr
auf das vorausfahrende Fahrzeug des Darmstadt-Dieburgers auf.

Aufgrund des Aufpralls kam das getroffene Fahrzeug auf der rechten Spur zum Stehen. Der
Odenwälder kam aufgrund des Anstoßes zunächst nach rechts auf das Fahrbahnbankett ab, traf dort eine Schutzplanke und wurde dadurch nach links in die Gegenfahrspur abgewiesen. Dort kam es erneut zu einem Leitplankenkontakt. Danach kam auch sein Fahrzeug zum Stehen.

Bei dem Unfall wurde der junge Fahrzeugführer leicht verletzt und wurde im Verlauf in ein Krankenhaus gebracht. Beide beteiligten Fahrzeuge wurden zu wirtschaftlichen Totalschaden. Die Schadenshöhe dürfte sich mit den weiteren Schäden auf ca. 30.000 ,-Euro belaufen.

Der 23-jährige Fahrer, welcher die linke der beiden Fahrspuren nach Bad König genutzt hatte, entfernte sich von der Unfallstelle. Im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen konnte dieser angetroffen und angehalten werden. Neben
weiteren vorgeworfenen Delikten wird deshalb gegen den jungen Mann wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt.

Noch während der polizeilichen Erstmaßnahmen wurde die Staatsanwaltschaft Darmstadt eingeschaltet. Alle Fahrzeuge wurden sichergestellt und ein Sachverständiger auch noch in der Nacht mithinzugezogen. Zur eindeutigen Klärung des Sachverhalts werden alle technischen Mittel eingesetzt.

Aufgrund des bisher ermittelten Unfallgeschehens war es wahrscheinlich nur vom Zufall abhängig, dass kein schlimmerer Personenschaden verursacht wurde.

Gegen die beiden jungen Männer werden die Vorwürfe der Teilnahme an einem
illegalen Autorennen und des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr
geprüft.

Die B45 war für die umfangreichen Ermittlungs- und Bergungsmaßnahmen mehrere
Stunden gesperrt. Umfangreiche Ableitungsmaßnahmen waren notwendig. Die Feuerwehren Michelstadt und Bad König
kamen neben dem Rettungsdienst zum Einsatz.

Die Polizei Erbach erbittet Zeugenhinweise unter 06062/9530 . Von besonderem
Interesse ist hierbei das Verkehrsverhalten, welches die beiden jungen Männer
noch vor dem Verkehrsunfall im Straßenverkehr gezeigt hatten.

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