Odenwaldkreis. Mit „Neues Glück im kleinen Friseursalon“ hat die Autorin Elizabeth Horn einen Roman vorgelegt, der den Odenwald zur stimmungsvollen Kulisse macht. Die in den USA geborene Schriftstellerin wuchs in Deutschland auf, legte ihr Abitur in Darmstadt ab und studierte Germanistik sowie Anglistik/Amerikanistik in Mainz. Nach ihrem Studium unterrichtete sie überwiegend Englisch. Seit ihrem ersten Roman im Jahr 2016 steht sie für warmherzige Geschichten mit Tiefgang. Ihr neues Buch ist ein Wohlfühlroman, der bewusst eine Auszeit vom Alltag bieten möchte – ruhig erzählt, humorvoll und mit liebevollem Blick auf Menschen und Region.
Die Handlung führt in das fiktive Dorf Engelsbrunn nahe Fürth im Odenwald. Dort steht ein traditionsreicher Friseursalon aus den 1950er-Jahren vor dem Aus, weil Inhaber Elmar altersbedingt kürzertreten will. Unerwartet taucht die junge Friseurmeisterin Hanne Vulpius auf, übernimmt den Salon und bringt frischen Wind in das verschlafene Dorf. Mit neuen modernen Frisuren gewinnt sie selbst skeptische Stammkunden für sich. Unterstützung erhält sie von Dorfbewohnern, eine Nachbarin nimmt sie unter ihre Fittiche, und auch ein Dorfpolizist zeigt romantisches Interesse an der Fremden. Doch hinter der idyllischen Oberfläche verbergen sich Andeutungen einer belastenden Vergangenheit, die Hanne nicht loslässt und der Geschichte eine leise, spannende Tiefe verleiht.
Elizabeth Horn verbindet Humor, Herzlichkeit und regionale Eigenheiten zu einer entspannten, aber keineswegs seichten Erzählung mit anschaulich gezeichneten Figuren. Mundart, vertraute Orte und typische Odenwälder Charaktere sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Der Roman ist als Taschenbuch im Piper Verlag erschienen, kostet 16 Euro und trägt die ISBN 978-3-492-50835-3. red




