Betrüger erneut mit „Schockanrufen“ erfolgreich

Wie der Polizei jetzt bekannt wurde haben im Verlauf des Donnerstags (29.10.) zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Südhessen sogenannte „Schockanrufe“ von Kriminellen erhalten.

Alle Telefonate hatten die erfundene Geschichte zum Inhalt, dass Angehörige in
schwere Unfälle verwickelt seien, selbst verletzt oder andere gar getötet hätten
und nun Kautionssummen im bis zu fünfstelligen Bereich gezahlt werden müssen.

Dramatischerweise fielen in Roßdorf und Birkenau zwei Seniorinnen auf die
perfide Vorgehensweise herein und übergaben ihnen unbekannten Personen Geld und Wertgegenstände von mehr als 34.000 Euro an der Haustür.

Geschätzte 100.000 Euro Schaden konnten in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg,
Groß-Gerau, Bergstraße und im Odenwald in letzter Sekunde vereitelt werden. Hier
hatten Angehörige oder Angestellte der Bank den Betrug gewittert und das
teilweise bereits abgehobene Geld sicher zurück in die Bank bringen können. In
vielen Fällen waren aber auch die Angerufenen selbst misstrauisch geworden.

Weil zu erwarten ist, dass die Kriminellen keine Ruhe geben werden, gibt die
Polizei einen Überblick der aktuell gängigsten Betrugsmaschen. Daneben gilt es zu bedenken: Die Täter verstehen ihr Handwerk und ihr Einfallsreichtum scheint grenzenlos zu sein. Somit sind die Varianten hier nicht als abschließend zu
betrachten.

Falscher Polizist/ Staatsanwalt:

Es wird über einen schweren/ tödlichen Verkehrsunfall eines nahen Verwandten
berichtet. Ziel ist es, zur Abwendung einer vermeintlichen Inhaftierung des
Verwandten eine Kautionszahlung zu erreichen.

Falscher Polizist berichtet über Einbrecherbanden: Einbrecherbanden seien im Umfeld beziehungsweise wären Namenslisten im Zusammenhang mit dem Anrufer oder mit vermeintlichen Täterermittlungen aufgefunden worden. So werden Vermögenswerte erfragt, um sie später stehlen zu können.

Falscher Polizist/ Rechtsanwalt:

Mitteilung über bevorstehende Sanktionen aufgrund angeblich bestehender
Zahlungsforderungen.

Gewinnbenachrichtigung:

Ziel ist eine Vermögensverfügung für vorab anfallende Gebühren zu erhalten. Dies erfolgt bei der Übermittlung von Codes zuvor erworbener Guthabenkarten oder Wertkarten.

Enkeltrick:

Verwandter oder Bekannter benötigt für eine Anschaffung, wie Eigentumswohnung,
Auto eine sofortige finanzielle Unterstützung, damit das Angebot nicht verfällt. Person säße schon beim Notar/ Anwalt/ Autohaus vor dem Vertrag. Geld sei nur kurz geborgt und werde schnellstens zurückbezahlt.

Tipps der Polizei: – Offenbaren Sie am Telefon niemals Ihre
Vermögensverhältnisse. – Legen Sie den Hörer einfach auf, sobald Sie
nach Wertsachen gefragt werden. – Fragen Sie bei der Person, um die
es geht selbst nach, ob alles seine Richtigkeit hat. Ihre örtliche
Polizei steht Ihnen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. – Übergeben
Sie NIEMALS Fremden Ihre Wertsachen.

Aufgrund der aktuellen Geschehen warnt die Polizei auch über HessenWARN.

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