Foto: Barbara Hawlitzki

Michelstadt. Ein abwechslungsreicher, emotionaler und stellenweise herrlich humorvoller Abend erwartete die Besucher beim „Ourewäller Talk“ von Kay & Nanni im Michelstädter Apfelweinhaus Schwarzer Adler. Mit einer gelungenen Mischung aus Kultur, Unternehmergeist, persönlichen Geschichten und viel Menschlichkeit entwickelte sich die Veranstaltung einmal mehr zu einem echten Publikumserfolg.

Den Auftakt machten Angela Mahmoud und Stefan Rosewick-Hauke, die als Team hinter dem Projekt „Eventiversum“ die Kulturfähre Frischling am Neckar betreiben. Mit viel Leidenschaft berichteten sie von ihrem ungewöhnlichen Weg – vom spontanen Entschluss bis hin zum Kauf des alten Fährschiffs. Besonders bewegend waren die Schilderungen über die große Unterstützung aus der Bevölkerung, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Gleichzeitig gaben sie ehrliche Einblicke in Herausforderungen wie Hochwasser, Technik und behördliche Auflagen. Ihr Ziel: eine schwimmende Plattform für Kultur, Begegnung und Lebensfreude.

Für eine besondere Dynamik sorgte anschließend Jutta Hinderberger, die kurzfristig eingesprungen war – und dafür großen Applaus erntete. Mit ihrer Kunstfigur Kättl Feierdaach brachte sie den Saal schnell zum Lachen. Mit pointierten Alltagsbeobachtungen, pfälzischem Charme und viel Selbstironie bewies sie eindrucksvoll, warum sie seit Jahren erfolgreich auf der Bühne steht. Ihre spontane Zusage unterstrich nicht nur ihre Professionalität, sondern auch ihre große Verbundenheit zur Kulturszene.

Im Anschluss nahm Kristin Fitterer das Publikum mit in die Welt der Barfußschuhe. Die Gründerin von „Zehenspiel“ zeigte, wie sich ein vermeintliches Nischenthema zu einem modernen, alltagstauglichen Konzept entwickeln kann. Besonders spannend: ihre Gründung kurz vor der Pandemie und die damit verbundenen Herausforderungen. Mit mitgebrachten Modellen konnte das Publikum direkt erleben, wie vielseitig und stilvoll Barfußschuhe heute sind.

Sehr persönlich wurde es beim Gespräch mit Wai Lung Wong, der gemeinsam mit seiner Hündin Maya auf der Bühne stand. Offen schilderte er seinen Weg vom überforderten Ersthundebesitzer zum Hundetrainer im Netzwerk von Martin Rütter. Besonders eindrücklich war seine Erkenntnis, wie wichtig das Verständnis für die Körpersprache von Hunden ist – und wie sehr sich die Beziehung zu seinem Tier dadurch verändert hat. Maya selbst wurde dabei zum heimlichen Star des Abends.

Den krönenden Abschluss bildete der international renommierte Swing-Musiker Chris Hopkins. Mit Charme, musikalischer Leidenschaft und spannenden Einblicken in seine Karriere spannte der in Princeton (New Jersey) geborene Künstler den Bogen von der lokalen Bühne bis zur internationalen Jazzszene. Sein Talk Beitrag rundete den Abend stilvoll ab und hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck.

Die Show zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich Kultur sein kann – von schwimmenden Bühnen über Comedy und Unternehmertum bis hin zu persönlichen Lebensgeschichten und großer Musik. Kay & Nanni gelang es dabei einmal mehr, ihre Gäste authentisch, nahbar und unterhaltsam in Szene zu setzen.

Ein Abend, der in Erinnerung bleibt – und Lust auf mehr macht. Kay Vonderlage

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