Michelstadt. Rund um Ostern gibt es im Odenwald zahlreiche alte Bräuche – und viele davon sind heute kaum noch bekannt. Eine besondere Stadtführung in Michelstadt bringt diese Traditionen nun wieder ans Licht.
Unter dem Titel „Odenwälder Binseneier und das Hasengärtchen“ lädt das Kulturamt der Stadt Michelstadt zu einem Rundgang durch die Osterbräuche der Region ein. Die Führung wird zweimal angeboten: am Samstag, 14. März, um 14 Uhr (im Rahmen des Ostereiermarktes) sowie am Mittwoch, 1. April, um 18 Uhr.
Dabei erfahren die Teilnehmer, welche Traditionen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag im Odenwald gepflegt wurden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem kunstvoll gestaltete Binseneier sowie das sogenannte Hasengärtchen mit Hasenbrot und dem gebogenen Hasenwagen. Auch die besondere Bedeutung des Eis als Symbol der Osterzeit wird erläutert.
Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Bräuche erklärt – von Fastenspeisen und Osterwasser über das Fastenhuhn bis hin zu Zinseiern, dem Geldbeutel-Waschen und dem sogenannten „Zwiebel“. Die Führung bietet damit einen unterhaltsamen Einblick in religiöse und weltliche Traditionen, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden.
Die Teilnahme kostet 7 Euro pro Person. Anmeldungen sind bei der Gästeinformation Michelstadt per E-Mail an touristik@michelstadt.de oder telefonisch unter 06061 74610 möglich. red

