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72 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Odenwaldkreis ohne Berufsabschluss

Odenwaldkreis. Es ist nie zu spät für den Einstieg ins Berufsleben: Wer aktuell noch eine Berufsausbildung sucht, trifft im Odenwaldkreis auf beste Chancen. Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Rhein-Main unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur mitteilt, bieten die Betriebe in der Region derzeit noch 122 freie Ausbildungsplätze in den verschiedensten Branchen an.

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Die Gewerkschaft richtet ihren Appell insbesondere an junge Menschen ohne Qualifikation. Denn nach Angaben der Arbeitsagentur besitzen im Odenwaldkreis aktuell 72 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss. Hessenweit haben laut Statistischem Bundesamt rund 215.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch einen Ausbildungsplatz.

„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, betont Andrea Klinzing, Vorsitzende der IG BAU Rhein-Main. Sie rät allen Betroffenen, sich doch noch den „Ausbildungs-Kick“ zu geben. Obwohl viele Ausbildungen im August und September starten, stellen zahlreiche Betriebe selbst im Oktober noch Nachzügler ein.

Interessierten empfiehlt die IG BAU Rhein-Main, professionelle Angebote zur Orientierung zu nutzen. Neben der Arbeitsagentur (online unter www.arbeitsagentur.de/bildung) sei auch die Jugendberufsagentur (www.servicestelle-jba.de) eine hervorragende Anlaufstelle. Ein direktes Beratungsgespräch lohne sich in jedem Fall.

Zudem ermutigt Klinzing dazu, Eigeninitiative zu zeigen und direkt auf Unternehmen zuzugehen. Oft ergebe sich im persönlichen Kontakt die Chance auf ein Praktikum oder gar einen Ausbildungsplatz. Suchende sollten dabei gezielt nach Betrieben Ausschau halten, die fair und nach Tarifvertrag ausbilden sowie bezahlen. Neben dem Wunschberuf seien schließlich auch die Ausbildungsqualität und die langfristigen Perspektiven im Betrieb entscheidend. red

 

 

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