So sehen die Bauarbeiten aktuell aus. Foto: Hessen Mobil

Bad König-Zell. Der Neubau der Zeller Brücke im Zuge der B 45 bei Bad König-Zell liegt weiterhin voll im Zeitplan und nimmt zunehmend Gestalt an. Um die zentrale Verkehrsverbindung im Odenwald so schnell wie möglich wiederherzustellen, sind mehrere Sperrpausen der Bahnstrecke unterhalb der Brücke erforderlich.

In den kommenden Hessischen Herbstferien muss die Bahnlinie von Freitagabend, 2. Oktober, bis Montagmorgen, 19. Oktober, erneut gesperrt werden. In dieser Zeit wird die Schalung für den späteren Brückenüberbau über den Bahngleisen hergestellt. Das bereits errichtete Traggerüst über der Bahn nimmt dabei die Schalung für den Überbau auf. Auf dieser Grundlage kann der Überbau der neuen Zeller Brücke anschließend betoniert werden. Während der Sperrpause wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.vias-online.de.

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Eine weitere einwöchige Sperrpause ist in den Hessischen Weihnachtsferien von Montag, 4. Januar, bis Samstag, 9. Januar 2027, vorgesehen. Sie ist erforderlich, um nach der Betonage des Brückenüberbaus die Schalung und das Traggerüst über den Bahngleisen zurückzubauen. Auch während dieser Sperrpause wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Arbeiten zum Neubau der Zeller Brücke laufen nach Plan und finden an mehreren Stellen parallel statt. Die beiden Pfeilerpaare sowie das Widerlager in Richtung Bad König sind weitgehend fertiggestellt. Am Widerlager Richtung Michelstadt ist das Fundament errichtet. An mehreren Stellen werden die Arbeiten am Traggerüst fortgesetzt. Es trägt später die Schalung für den Brückenüberbau. Im November erfolgt dann die Betonage des gesamten Überbaus in rund 30 Stunden am Stück, um keine Fugen im Beton zu erzeugen. Nach ausreichender Aushärtung des Betons können die Schalung und das Traggerüst zurückgebaut werden. Anschließend folgen der Fahrbahnaufbau sowie die Herstellung der Kappen und Abdichtungen auf der Brücke.

Der Ersatzneubau der Zeller Brücke entsteht als Spannbetonbauwerk mit drei Feldern – analog zur alten Brücke. Auch in der Ansicht wird sich der Neubau mit dem markanten Pfeilerpaar am bisherigen Erscheinungsbild orientieren. Das neue Brückenbauwerk wird wegen der etwas größeren Bauhöhe des Überbaus konstruktionsbedingt um etwa 51 Zentimeter höher sein.

Das Widerlager Nord wird an gleicher Stelle stehen, das Widerlager Süd wird mit der Stützwand parallel zur Bundesstraße leicht versetzt werden. Widerlager und Pfeiler werden gegenüber der alten Brücke tiefgegründet. Der Überbau wird als Ganzes vor Ort in Beton hergestellt, wofür zuvor eine Schalung errichtet werden muss.

Die Kosten für das neue Bauwerk liegen bei rund 10,2 Millionen Euro. Zusammen mit den Kosten für den Abbruch, den Landschaftsbau und sonstigen Kosten ergeben sich Gesamtkosten für das Projekt von rund 15 Millionen Euro. Das Projekt wird aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes finanziert.

Die vom Hessischen Wirtschaftsministerium und von Hessen Mobil ins Leben gerufene überbehördliche Projekt-Taskforce trifft regelmäßig weitreichende Entscheidungen für die Wiederherstellung der überregionalen Verkehrsverbindung. red

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