Foto: Kuluramt Michelstadt

Kleine Stadt oder doch nur Dorf? Vortrag beleuchtet mittelalterliche Anfänge im Odenwald

Michelstadt. Waren Michelstadt, Erbach und Beerfelden im Mittelalter eigentlich echte Städte – oder am Ende doch nur Dörfer mit gehobenen Sonderrechten? Dieser zentralen Frage geht der Historiker Dr. Uli Steiger in seinem Vortrag „Kleine Stadt, keine Stadt? – Beerfelden, Erbach, Michelstadt: Mittelalterliche Stadtgründungen der Herren von Erbach“ nach. Die Veranstaltung findet am Freitag, 18.

- Anzeige -

September 2026, um 19:30 Uhr im Volksbank Event-Café (Frankfurter Straße 1, Michelstadt) statt.

Im Mittelpunkt des Referats steht die historische Entwicklung der drei Odenwälder Orte. Die Ausgangslage unterscheidet sich dabei überraschend: Während für Beerfelden bereits aus dem Jahr 1328 eine offizielle Stadtrechtsurkunde vorliegt, fehlen vergleichbare Dokumente für Michelstadt und Erbach komplett. Dennoch wiesen beide Orte bereits im späten Mittelalter alle wesentlichen Merkmale einer funktionierenden Stadt auf. Beerfelden hingegen blieb trotz des verbrieften Rechts eine sogenannte „Minderstadt“, in der die städtischen Freiheiten nie ganz im Alltag ankamen.

Dr. Steiger beleuchtet anschaulich die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Motive der Herren von Erbach, die den Ausbau ihrer zentralen Orte gezielt vorantrieben. Dabei wird auch der feine Unterschied zwischen organisch gewachsenen und planmäßig gegründeten Städten für Laien verständlich aufgerollt.

Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 3 Euro pro Person. Da die Plätze begrenzt sind, bittet das Kulturamt Michelstadt um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an anmeldung@michelstadt.de oder telefonisch unter 06061-74620. red

Vorheriger ArtikelBrand einer Lagerhalle in Würzberg

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein