Wissen um die große Bedeutung der Landwirtschaft: Landrat Frank Matiaske und Abteilungsleiterin Annett Sliwa auf dem Wochenmarkt in Michelstadt. Foto: Stefan Toepfer

Odenwaldkreis. Der Odenwaldkreis bekennt sich klar zu einer starken Landwirtschaft und sieht Fördermittel als unverzichtbares Instrument zur Sicherung der regionalen Versorgung. Landrat Frank Matiaske betont, dass heimische Betriebe im globalen Wettbewerb unter hohem Druck stehen – durch niedrigere Produktionskosten im Ausland und die Marktmacht großer Lebensmittelketten. Ohne Unterstützung könnten viele Betriebe nicht kostendeckend wirtschaften, mit Folgen für Versorgungssicherheit, Preise und die Kulturlandschaft. Im Landratsamt ist die Abteilung Landwirtschaft und Landwirtschaftliche Förderung für das Fördermittelmanagement zuständig. Nach Angaben der Abteilung fließen jährlich rund fünf Millionen Euro an etwa 600 Antragsteller im Kreis. Die Mittel stammen von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Hessen und sind vor allem für Haupterwerbsbetriebe von großer Bedeutung.

Die Fachabteilung berät zu einer Vielzahl von Programmen, darunter Direktzahlungen, Ausgleichszulagen, Junglandwirteförderung, Öko-Regelungen sowie Förderungen für Tierhaltung, Bauvorhaben und ökologische Bewirtschaftung. Die Beratung gewinnt angesichts ausschließlich digitaler Antragsverfahren weiter an Bedeutung.

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Aktuell gibt es im Odenwaldkreis rund 600 landwirtschaftliche Betriebe, die etwa 17.000 Hektar bewirtschaften. Der Strukturwandel hält an: Die Zahl der Betriebe ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Neben der Förderberatung unterstützt der Kreis auch Projekte zur Verbraucherinformation, Direktvermarktung und Bildungsangebote wie „Bauernhof als Klassenzimmer“, um die Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern zu stärken. red

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