„Green Heroes“ aus Mümling-Grumbach: Wie acht Kinder leise zu Vorbildern im Naturschutz wurden
Mümling-Grumbach. Was am Samstagmorgen an der Dorfhaltestelle zunächst für Stirnrunzeln sorgte, entpuppte sich schnell als eine berührende Aktion mit Vorbildcharakter. Neben dem dortigen Mülleimer türmte sich plötzlich ein Haufen Unrat: alte Eisenstangen, rostiges Metall, durchnässte Fundsachen. Am Bäckerswagen und am kostenlosen Kaffeetisch von Anwohner Sven Bormuth war die Aufregung groß. Wer entsorgte hier seinen Müll mitten im Ort?
Beim genauen Hinsehen wurde jedoch klar: Das Metall war nass und schlammig. Sven Bormuth ging der Sache auf den Grund und ermittelte schnell die „Schuldigen“ – und schaute in überraschte, stolze Kinderaugen.
Acht Mädchen und Jungen aus dem Dorf hatten sich spontan und völlig eigeninitiativ zusammengetan. Ohne Aufforderung von Erwachsenen, ohne Schulprojekt und ohne Voranmeldung zogen sie los, um ihren Heimatfluss, die Mümling, von Unrat zu befreien. Mit vollem
Körpereinsatz holten die jungen Naturschützer den Müll aus dem Wasser und trugen ihn ordentlich zur Haltestelle, um ihn zur Abholung bereitzustellen – ganz ohne großes Aufsehen.
„Da soll nochmal einer was gegen die ‚Jugend von heute‘ sagen“, zeigt sich Sven Bormuth begeistert. „Acht kleine Helden haben uns Erwachsenen vormacht, wie einfach Naturschutz sein kann“.
Als Dankeschön und Anerkennung für den vorbildlichen Einsatz lud Bormuth die fleißigen Fluss-Retter an der Haltestelle auf ein Eis ein. Für die acht „Green Heroes“ von der Mümling war es eine gelungene Überraschung – und ein Moment großer Wertschätzung, der zeigt: Echtes Engagement braucht keine großen Worte, sondern einfach Anpacken. Matthias Mann






