Michelstadt. Die Bauarbeiten an der Kreisstraße K 50 (An der Steinbach) in Michelstadt/Steinbach dauern länger als geplant: Der Wechsel zur Vollsperrung erfolgt erst ab Mitte April. Bis dahin bleibt es bei der halbseitigen Sperrung.
Im aktuellen Bauabschnitt, der von der B 47 ausgeht, wurde seit Oktober zunächst ein städtischer Brunnen zurückgebaut und die Verdolung des Rehbachs instandgesetzt. Dabei traten unerwartete Probleme auf: Abweichungen von den Bestandsplänen sowie zahlreiche kreuzende Versorgungsleitungen – darunter 20-Kilovolt-, Telekommunikations- und Steuerleitungen – erschweren die Arbeiten und sorgen für Verzögerungen.
Derzeit wird die neue Betondecke vorbereitet und in diesen Tagen betoniert. Anschließend folgen Schutzbeschichtung, Rückverlegung der Leitungen sowie der Einbau von Pflaster, Bordsteinen und Entwässerungsrinnen. Um auch bei schlechtem Wetter voranzukommen, wird ein Schutzzelt errichtet.
Ab Mitte April wird die K 50 abschnittsweise voll gesperrt. Die Arbeiten beginnen auf Höhe der Hausnummer 10 und wandern dann Schritt für Schritt bis in den Bereich der Hausnummern 1 und 2. Insgesamt sollen die Bauarbeiten bis zum Sommer abgeschlossen sein.
Der überörtliche Verkehr wird während der Vollsperrung über die B 47 bis zur Passhöhe Spreng und weiter über die L 3260 nach Ober-Mossau zurück zur K 50 umgeleitet.
Die Sanierung der rund 200 Meter langen Verdolung ist wegen altersbedingter Schäden an dem Bauwerk aus den 1960er-Jahren notwendig. Dabei wird die Straße geöffnet, die Konstruktion freigelegt und instandgesetzt, bevor sie neu aufgebaut wird.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 867.000 Euro und werden vom Odenwaldkreis getragen. red

