Theaterstück zeigt ein Leben voller Widersprüche. Foto: Kulturamt Michelstadt

Michelstadt. Regisseur und Autor Erich Becker bringt mit dem Theaterstück „Erwin Hasenzahl – ein bewegtes Leben zwischen SS und Wiedergutmachung: 1914–2008“ eine der umstrittensten Persönlichkeiten der jüngeren Michelstädter Stadtgeschichte auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht das Leben des ehemaligen Bürgermeisters zwischen nationalsozialistischer Vergangenheit, kommunalpolitischen Verdiensten und späterer Aufarbeitung.

Das Stück zeichnet die wichtigsten Stationen in Hasenzahls Leben chronologisch nach. Thematisiert werden unter anderem die Spruchkammerverfahren nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Wahl zum Michelstädter Bürgermeister 1954, die Städtepartnerschaften mit Rumilly und Hulst, der Umgang mit Kritikern, die Rettung der Michelstädter Synagoge durch ihre Umwidmung zum Museum sowie die kontroverse Diskussion um eine Straßenbenennung nach seinem Tod.

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Nach Angaben des Autors beruhen die Handlung und die dargestellten Ereignisse auf historischen Fakten. Die Dialoge und die Inszenierung seien zwar künstlerisch gestaltet, orientierten sich jedoch an belegten Entwicklungen und sollen zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerungskultur anregen.

Die Aufführungen finden am 10., 11. und 12. September jeweils um 20 Uhr sowie am 13. September um 18.30 Uhr statt. Im Anschluss an die Sonntagsvorstellung, 13. September, ist eine Gesprächsrunde mit dem Publikum geplant. Der Vorverkauf begann am 1. August. Karten gibt es bei der Gästeinformation Michelstadt unter der 06061 74610 oder per E-Mail an touristik@michelstadt.de. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 16 Euro, ermäßigt 11 Euro. red

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