Foto: Thomas Kaffenberger

Reichelsheim. Dienten Sirenen früher schwerpunktmäßig der Alarmierung der Feuerwehr, rückt aktuell die Warnung der Bevölkerung stärker in den Fokus. Nicht selten erreichten die Sirenen im Gemeindegebiet bereits ein sehr stolzes Alter von über 60 Jahren, viele Anlagen mussten sogar noch manuell ausgelöst werden. Höchste Zeit, das zu ändern, um die Bevölkerung künftig zeitgemäß, unverzüglich und von zentraler Stelle aus warnen zu können.

Die Sirenen sind Teil des Modularen Warnsystems (MoWas), das ist das zentrale satellitengestützte Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Es ermöglicht Behörden, Warnmeldungen (zum Beispiel zu Katastrophen, Wetterlagen, Großbränden oder Bombenentschärfungen) zeitgleich über verschiedene Kanäle an die Bevölkerung zu senden. Lange und intensive Planungen kennzeichneten den Prozess, um optimale Standorte und kostenseitig vertretbare Lösungen zu finden.

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Die erste neue Sirene wurde bereits vor einiger Zeit am Hochbehälter am Krautweg aufgestellt, um hier an den zurückliegenden Warntagen bereits Erfahrungen zu sammeln. Aktuell werden im gesamten Gemeindegebiet insgesamt 15 Sirenen des neuesten Typs installiert. Insgesamt investiert die Kommune über 100.000 Euro in die Sicherheit ihrer Bürger.

Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle auch nochmal über die Bedeutung der verschiedenen Sirenensignale informieren:

· Warnung und Katastrophenalarm: auf- und abschwellender Ton, eine Minute. Bitte umgehend einen schützenden Bereich aufsuchen, Radio oder Warn-Apps einschalten und auf Durchsagen achten.

· Entwarnung: Dauerton, eine Minute. Die akute Gefahr ist vorüber; Schutzmaßnahmen sind nicht mehr erforderlich.

· Feueralarm: dreimal auf- und abschwellender Ton von je 15 Sekunden. Dient der Alarmierung der freiwilligen Feuerwehrkräfte.

· Probealarm: kurzer Ton, 15 Sekunden. Funktionstest der Sirenen, kein Handlungsbedarf. Thomas Kaffenberger

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