
Michelstadt / Wiesbaden. Knallige Farben, abstrakte Formen und jede Menge Kreativität: Acht großformatige Kunstwerke schmücken jetzt den Bauzaun rund um das Denkmal Wilhelms von Oranien auf dem Wiesbadener Schlossplatz. Gestaltet wurden sie von Schülern des Gymnasiums Michelstadt und der IGS Alexej von Jawlensky aus Wiesbaden.
Die Arbeiten entstanden in den vergangenen vier Monaten im Rahmen eines Kunstprojekts der Stadt Wiesbaden, der Firma Gramenz Garten- und Landschaftsbau sowie des Museums Reinhard Ernst. Insgesamt 35 Schüler im Alter von 13 bis 21 Jahren beteiligten sich an der Aktion. Enthüllt wurden die farbkräftigen Werke am 19. Februar im Beisein der hessischen Landtagspräsidentin Astrid Wallmann sowie der Wiesbadener Stadträtinnen Bettina Gies und Christine Jouaux-Frönd.
Wallmann lobte das Projekt als „tolles Format“ und wertvolle Erfahrung für die jungen Künstler. Besonders erfreulich sei, dass Jugendliche eine so zentrale Fläche der Stadt kreativ gestalten dürften.
Vor Beginn der Arbeiten hatten die Schüler im November die Sammlung abstrakter Kunst im Museum Reinhard Ernst besucht. Dort erhielten sie eine Einführung in die abstrakte Malerei durch Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff und weitere Mitarbeiter. Anschließend entwickelten sie in Kleingruppen eigene Ideen, fertigten Entwürfe an und setzten diese auf acht Seekieferplatten im Format 2,50 mal 1,25 Meter um. Bei Motivwahl und Gestaltung waren die Jugendlichen völlig frei.
Die bemalten Tafeln schmücken nun den drei Meter hohen Holzzaun, der das Denkmal während der Bauarbeiten auf dem Schlossplatz schützt. Dort laufen derzeit umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen. Unter anderem werden Natursteinpflaster verlegt, 24 Bäume gepflanzt, Zisternen zur Regenwassernutzung eingebaut und neue Versorgungsanschlüsse für Veranstaltungen geschaffen.
Die Kunstwerke sollen in den kommenden Monaten als Freiluft-Ausstellung zu sehen sein. Nach Abschluss der Bauarbeiten plant die Wiesbadener Marktkirche, die Bilder auszustellen und anschließend für einen guten Zweck zu versteigern. red
