Historikerin Antje Vollmer enthüllt die Wahrheit über einen verfemten Beruf. Bild von Denis Doukhan auf Pixabay

Höchst. Ein Beruf zwischen Gesetz, Ausgrenzung und Legenden: Der Verein für Heimatgeschichte Höchst lädt am Donnerstag, 1. Oktober, zu einem Vortrag über das Leben des Scharfrichters Nord im Odenwald ein.

Unter dem Titel „Der Scharfrichter Nord und sein Gewerbe“ beleuchtet die Historikerin und Gräflich-Erbach-Erbachische Archivarin Antje Vollmer die Geschichte eines Berufsstandes, der im Mittelalter und in der frühen Neuzeit als „unehrlich“ galt. Scharfrichter vollstreckten Urteile im Namen des Gesetzes, lebten mitten in den Gemeinden und waren dennoch von zahlreichen Mythen und Vorurteilen umgeben.

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Im Mittelpunkt des Vortrags steht insbesondere der Scharfrichter von Michelstadt. Vollmer geht der Frage nach, wie Menschen mit diesem Beruf damals in der Gesellschaft lebten und welche soziale Achtung ihnen tatsächlich entgegengebracht wurde.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hotel Lust am Höchster Bahnhof. Die Besucher erwartet eine historische Spurensuche, die das Leben der Scharfrichter abseits von Schauergeschichten und überlieferten Klischees beleuchtet.

Der Eintritt ist frei. red

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