Der Gewinn, der keiner ist: Polizei warnt vor Gewinnversprechen am Telefon

Immer wieder versuchen Telefonbetrüger mit findigen Ideen an das Geld von arglosen Bürgern zu gelangen. So auch in den letzten Tagen in Bad König.

Eine 80-jährige Rentnerin erhielt am Dienstagabend (10.9.) den erfreulichen Anruf, dass sie bei einer Lotterie die stolze Summe von 40.000 Euro gewonnen hat. Zur Auszahlung des Betrags sei allerdings eine Zahlung von 700 Euro für die Gebühren zu leisten.

Sobald das geschehen ist, kann der Betrag ausgezahlt werden. Um der Geldforderung Nachdruck zu verleihen, meldete sich die freundliche Anruferin am Folgetag gleich noch einmal und teilte mit, dass sie mit einem Notar vorbeikommen werde, um den Geldbetrag, der in Form von Wertmarken übergeben werden sollte, abzuholen.

Die Rentnerin wurde daraufhin misstrauisch. Richtigerweise fiel die Frau nicht auf den Schwindel herein und verständigte die Polizei. Diese gab ihr weitere Verhaltenshinweise. Schnell stellte sich heraus, dass der Anruf verbunden mit der erfreulichen Gewinnbenachrichtigung von Telefonbetrügern ausging. Einen Lottogewinn hatte es nämlich nicht gegeben. Die Betrüger waren einzig auf das Geld der Anruferin aus.

Deshalb warnen die Beamten ausdrücklich vor Betrügern:
-> Eins ist sicher: Wenn Sie der Sache Glauben schenken und sich auf die Forderungen der Betrüger einlassen, dann werden Sie nicht der Gewinner, sondern der Verlierer sein! Haben Sie ein gesundes Misstrauen gegenüber fremden Anrufern!
-> Prüfen Sie kritisch, ob der geschilderte Sachverhalt überhaupt zutreffen kann.
-> Warum sollten Sie Geld gewonnen haben, wenn Sie bei keinem Gewinnspiel oder Lottospiel mitgemacht haben?
-> Zudem gilt: Geben Sie keine persönlichen Daten am Telefon preis. Zahlen Sie kein Geld im Vorfeld, um das Versprochene überhaupt zu erhalten. Seriöse Anliegen werden schriftlich erledigt und nicht am Telefon.
-> Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und lassen Sie sich eine Rückrufnummer geben. Verständigen Sie beim geringsten Zweifel die Polizei.

Weitere Informationen, wie Sie sich schützen können, finden Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.

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