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Höchst. Im Rathaus Höchst wird ab Dienstag, 10. Februar, die Ausstellung „Die Blutnacht von Höchst i. Odw.“ gezeigt. Die Gemeinde Höchst präsentiert die Schau gemeinsam mit der AG Stolpersteine, dem DGB Odenwald, dem Bündnis Odenwald gegen rechts, der AWO Höchst und dem SPD-Ortsverein. Die Ausstellung in der Rathausgalerie ist vier Wochen lang zu sehen und erinnert an den SPD-Vorsitzenden Wilhelm Fröhlich.

Fröhlich wurde am Abend des 2. März 1933 von zwei SS-Männern mit zwei Kopfschüssen ermordet. Der damals 34-Jährige war Vorsitzender der Höchster SPD und hinterließ seine Ehefrau sowie zwei Kinder. Er gilt als erstes Opfer faschistischer Gewalt im Odenwaldkreis. Regionalhistoriker prägten für die Ereignisse den Begriff „Höchster Blutnacht“. Nur wenige Wochen nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler waren in Höchst oppositionelle Kräfte mit Nationalsozialisten aneinandergeraten, die Situation eskalierte und es fielen Schüsse.

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Die Ausstellung wird am 10. Februar um 18 Uhr eröffnet. Die Begrüßungsrede hält Harald Staier, Grußworte spricht Bürgermeister Jens Fröhlich. Die Gedenkrede übernimmt Horst Raupp aus Darmstadt, Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen. Zur Eröffnung werden auch zwei Enkel von Wilhelm Fröhlich erwartet. red

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