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Odenwaldkreis/ Miltenberg. Mitten in die Vorbereitungen zur „heißen Phase“ der närrischen Zeit schlug vor Kurzem die Nachricht ein, dass sich das Bier drastisch verteuern solle. Der Vorsitzende des Brauereiverbandes Berlin-Brandenburg (DBB), Stefan Fritsche, brachte den Preis von 7,50 Euro für einen halben Liter ins Gespräch. Angesichts des zur Fastnacht zu erwartenden Bierkonsums hinterlässt eine Aussage wie diese einen eher herb-säuerlichen Geschmack.
Hintergrund für derart pessimistische Aussichten sind die starken Preisanstiege bei Rohstoffen und Energie. So geben Brauereien nach einer Umfrage des DBB als Kostenfaktoren vor allem Kronkorken, Kohlensäure und das in der Herstellung energieintensive Neuglas an.

Energie als Kostentreiber

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Die Preise haben sich für die genannten Verschlüsse mehr als verdoppelt, die Glaskosten sind um 70 Prozent gestiegen. Auffällig ist auch die Steigerung bei Malz, das um 90 Prozent teurer geworden ist – der zusätzliche Trocknungsvorgang verbraucht viel Energie. Getreide einmal zu trocknen ist einer der energieintensivsten Arbeitsschritte der Verarbeitung, die Körner werden wie mit einem Föhn bearbeitet. Für Malz wird das Getreide mit Feuchtigkeit angekeimt und dann wieder getrocknet. Viele dieser Trocknungsanlagen werden mit Erdgas betrieben. Zudem machen sich auch die Veränderungen in den globalen Lieferketten bemerkbar, ebenso wie Angebot und Nachfrage nach Metallen und Kraftstoffen auf den Weltmärkten.

Weltgeschehen im Bierglas

Wird der Karneval also zu einer teuren Trockenperiode? Verkaufsleiter Thorsten Märker vom Brauhaus Faust (Miltenberg) dämpft die Befürchtungen ab: „Wir gehen davon aus, dass unsere Preiserhöhung zum März in der Gastronomie zu einem Anstieg der Bierpreise je nach Kalkulation von 30 Cent bis 40 Cent pro Glas führt. Genannte Preise von 7,50 Euro für ein Glas Bier sehen wir auf lange Sicht nicht.“
Damit folgt das Glas Bier preislich der Teuerungsrate vom letzten und der Prognose von diesem Jahr.

Sven Iwertowski

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