Erbach. Die reguläre Winterpause im Schloss Erbach wird seit dem 1. Januar für wichtige Sicherungsmaßnahmen genutzt. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen bereiten in dieser Zeit die Grundinstandsetzung des Rittersaals vor, der erst nach Abschluss der Sanierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Der zweigeschossige Rittersaal ist bereits seit Frühjahr 2025 geschlossen. Untersuchungen haben statische Probleme ergeben: Das Tragwerk ist überlastet, was auf die Baugeschichte des Saals zurückgeht. Dieser wurde um 1805 nachträglich in das Schloss integriert. Spätere Ausgleichsmaßnahmen wie zusätzliche Hölzer und mit Sand verfüllte Zwischenräume erhöhten das Gewicht der Konstruktion und führten langfristig zu Schäden an den Deckenbalken. Während der Winterpause sollen Sand und zusätzliche Hölzer entfernt werden, um die Konstruktion zu entlasten. Da das Tragwerk jedoch bereits stark beschädigt ist, bleibt der Rittersaal bis zum Abschluss der umfassenden Grundinstandsetzung geschlossen. Von Januar bis Ende Februar finden zudem weitere bau- und statikrelevante Untersuchungen in anderen Schlossbereichen statt. Sofern dabei keine gravierenden Mängel festgestellt werden, kann das Schloss Erbach nach der Winterpause wieder für Besucher öffnen. red




