Ein gelungenes Beispiel von vielen: der mit Fördergeldern aus dem Dorfentwicklungsprogramm neu gestaltete Dorfplatz in Höchst-Hassenroth an der Kreuzung Darmstädter Straße/Ringstraße. Der auch „Dreschplatz“ genannte Bereich wurde im Juni 2025 fertiggestellt. Der Platz dient als Treffpunkt und lädt zum Verweilen ein. Foto: Patrick Orth

Odenwaldkreis. „Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“ Dieses Zitat von Marie Ebner-Eschenbach hat auch in unserer Zeit nichts an Aktualität verloren. In diesem Sinne ruft Landrat Frank Matiaske die Städte und Gemeinden im Odenwaldkreis dazu auf, sich für die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen im Jahr 2027 zu bewerben. Abgabefrist für die nächste Förderperiode ist der 1. Februar 2027. Die Anerkennung der neuen Förderschwerpunkte ist für Sommer 2027 geplant, wie das Land mitteilt. Dann beginnt die sechseinhalbjährige Laufzeit des Programms.

„Unsere Dörfer sind weit mehr als reine Wohnorte – sie sind Heimat, soziale Ankerpunkte und Räume, in denen Zukunft konkret gestaltet wird“, betont der Landrat. „Das Dorfentwicklungsprogramm bietet die Chance, gemeinsam mit den Menschen vor Ort Antworten auf die zentrale Frage zu finden, wie gutes Leben im Odenwald auch künftig gelingen kann. Zahlreiche erfolgreiche Projekte aus früheren Dorferneuerungen in unserem Landkreis zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser gemeinschaftlichen Entwicklung steckt.“ Die zuständige Abteilung im Landratsamt steht interessierten Kommunen gerne zur Seite. „Für die Anerkennung als neuer Förderschwerpunkt sollten Kommunen bereits jetzt mit der Vorbereitung beginnen“, rät Abteilungsleiterin Brigitte Lachnit.

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Für die Bewerbung muss nämlich unter Mitwirkung der Bürger ein Kommunales Entwicklungskonzept erstellt werden. Das Land Hessen unterstützt mit dem Förderprogramm „Dorfmoderation“ die Erarbeitung eines solchen Konzepts, aus dem dann konkrete Projekte resultieren. Gefördert werden können zum Beispiel Maßnahmen zur Innenentwicklung, zur Stärkung der dörflichen Gemeinschaft, zur Sicherung der Grundversorgung, zur Umnutzung ortsbildprägender Gebäude sowie zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Ortskernen. Auch private Vorhaben sowie bürgerschaftliches Engagement oder Dienstleistungen für Beratung, Moderation und Vorschläge für Innenentwicklungsprojekte können gefördert werden.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm ist die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung der Bevölkerung sowie zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung der Ortsteile. Hessenweit haben bis zu 14 Kommunen die Chance, in das 2027 startende Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Aktuell geht das Dorfentwicklungsprogramm in Oberzent und in Höchst dem Ende entgegen; hier werden gerade die letzten elf Projekte umgesetzt. Bad König und Fränkisch-Crumbach sind aktiv in der Dorfentwicklung tätig; hier können sowohl die Kommunen als auch Privatpersonen Förderanträge stellen. Es ist vorgesehen, 2026 und 2027 je eine weitere Kommune aus dem Odenwaldkreis in das Förderprogramm aufzunehmen. In den nächsten Jahren stehen jährlich rund 33 Millionen Euro an Fördermitteln von Land, Bund und Europäischer Union sowie Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich für die Dorfentwicklung in Hessen zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Förderinhalten, den Bewerbungsvoraussetzungen sowie zum Ablauf des Verfahrens sind in der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung bei Brigitte Lachnit (06062 6014-1874) oder Heike Rauch (06062 6014-1817) erhältlich. Auch auf der Internetseite des Odenwaldkreises können viele Details abgerufen werden (unter www.odenwaldkreis.de, Rubrik „Dienstleistungen“, „Dorf- und Regionalentwicklung“). red

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