Michelstadt. Die seit Monaten geschlossene Odenwaldhalle soll ein neues Dach erhalten. In einer gemeinsamen Sitzung von Magistrat, Präsidium und Betriebskommission Eigenbetrieb Bebauen und Verwalten von Liegenschaften wurde beschlossen, die dringend notwendige Dachsanierung auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, weitere Schäden an dem denkmalgeschützten Gebäude zu verhindern und die Halle wieder nutzbar zu machen.
Bürgermeister Tobias Robischon bezeichnete die Odenwaldhalle als zentralen Ort des sozialen und kulturellen Lebens in der Stadt. Nach der Sanierung des Daches könne die Halle wieder für Veranstaltungen genutzt werden. Die Halle war bereits seit dem Winter 2022/2023 wegen hoher Energiekosten in den Wintermonaten geschlossen worden. Im September traten dann massive Baumängel am Dach auf, die eine vollständige Schließung erforderlich machten. Eindringende Feuchtigkeit führte dazu, dass sich Teile der Deckenkonstruktion lösten.
Da die umfassende, denkmalschutzgerechte Gesamtsanierung der Halle zwar vorbereitet wird, ein Förderbescheid aus dem Bundesprogramm „KulturInvest“ aber frühestens Ende 2027 erwartet wird, soll das Dach vorgezogen saniert werden. Nach Angaben der Stadt beeinträchtigt diese Maßnahme die Förderchancen für die Gesamtsanierung nicht, auch wenn für die Dachsanierung möglicherweise keine Fördermittel fließen.
Die Kosten für die Dachsanierung werden auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt. Vorgesehen sind vor allem Neueindeckung und Dämmung, das Tragwerk gilt als stabil. Finanziert werden soll die Maßnahme aus städtischen Mitteln, die ursprünglich für den Neubau des Feuerwehrhauses Steinbuch eingeplant waren. Voraussetzung sind die Zustimmung des Stadtparlaments sowie die Genehmigung des Wirtschaftsplans 2026 durch die Kommunalaufsicht.
Zunächst beraten die zuständigen Ausschüsse über das Vorhaben. Die endgültige Entscheidung soll die Stadtverordnetenversammlung am 24. Februar treffen. red

