Odenwaldkreis. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar im Odenwaldkreis gestiegen. Insgesamt waren 2.518 Menschen arbeitslos gemeldet, 104 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit auf 4,8 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorjahr.
Im Zuständigkeitsbereich des Kommunalen Job-Centers nach dem Sozialgesetzbuch II stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht um 18 auf 1.479 Personen. Deutlicher fiel der Anstieg im Bereich der Agentur für Arbeit aus: Hier waren 1.039 Menschen arbeitslos gemeldet, 86 mehr als im Vormonat. Als Gründe werden unter anderem witterungsbedingte Ausfälle in Außenberufen, auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende sowie eine derzeit zurückhaltende Einstellungspolitik vieler Unternehmen genannt.
Trotz der Entwicklung gibt es weiterhin offene Stellen im Kreis. Aktuell sind 443 freie Arbeitsplätze bei der Agentur für Arbeit gemeldet, vor allem in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie in fertigungstechnischen Bereichen.
Unterschiedlich stellt sich die Lage bei den einzelnen Personengruppen dar. Während die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren um sechs auf 299 zurückging, nahm die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen deutlich zu. In dieser Gruppe wurden 781 Personen gezählt, 44 mehr als im Dezember. Auch die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg um 21 auf 781. Bei den arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass wurde ebenfalls ein Zuwachs um 21 auf 1.081 registriert.
Das Kommunale Job-Center betreute im Januar 2.333 Bedarfsgemeinschaften, unverändert gegenüber dem Vormonat. Die Zahl der Personen in diesen Bedarfsgemeinschaften stieg leicht um vier auf 5.066.
Mit einer Quote von 4,8 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter dem hessischen Durchschnitt von 6,1 Prozent und im südhessischen Vergleich auf dem Niveau des Landkreises Bergstraße. red




