Bei der Spendenübergabe vor dem Deutschen Krebsforschungszentrum von links: Dr. Thomas Eisenhauer, Fred Schweikert, Prof. Olaf Witt, Stefan Tragiser Foto: Privat

Odenwaldkreis. Nach mehr als 40 Jahren als Mitarbeiter in der Volksbank Odenwald ging Fred Schweikert in den wohlverdienten Ruhestand. Er war in verschiedenen Bereichen der Bank tätig und leitete in den letzten Jahren als Prokurist die Firmenkundenbetreuung.

Mit seinem Eintritt in den Ruhestand setzte Herr Schweikert ein Zeichen, das weit über diesen besonderen Lebensabschnitt hinausreicht: Statt persönlicher Geschenke bat er um Spenden für die Kinderkrebsforschung. Diese Idee wurde von der Führung und den Mitarbeitern der Volksbank Odenwald so sehr unterstützt, dass beeindruckende 2.500 Euro zusammenkamen. Diese Summe kommt nun der Erforschung von Hirntumoren bei Kindern am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg zugute. Der Kontakt nach Heidelberg entstand durch die Bekanntschaft mit Dr. Thomas Eisenhauer, dem Vorsitzenden des Vereins für krebskranke Kinder-Odenwald e. V. Über ihn wurde die Verbindung zu Prof. Dr. Witt, dem Direktor des Hopp Kindertumorzentrums (KiTZ), hergestellt. Der Odenwälder Verein setzt sich bereits seit vielen Jahren mit großem Engagement für krebskranke Kinder ein und unterstützt die Forschungstätigkeit von Prof. Witt regelmäßig.

Das von Herrn Schweikert ausgewählte Forschungsprojekt widmet sich einer besonders schwer behandelbaren Form von Hirntumoren im Kindesalter. Forscher haben einen vielversprechenden Ansatz entdeckt, mit dem bislang therapieresistente Tumorzellen gezielt bekämpft werden könnten. Daraus sollen neue und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entstehen – und damit neue Hoffnung für Kinder und ihre Familien, die sich einer schweren Erkrankung stellen müssen.

Bei der Spendenübergabe, an der auch der Personalratsvorsitzende der Bank Stefan Tragiser teilnahm, berichtete Prof. Dr. Witt im persönlichen Gespräch von beeindruckenden Fortschritten und neuesten Erkenntnissen in der Krebsforschung, die zeigen, wie wichtig es ist, die Forschung zu unterstützen.

Fred Schweikerts Entscheidung zeigt, wie aus einem persönlichen Anlass etwas Kostbares für andere erwachsen kann. Dies betonte auch Thomas Eisenhauer. Der sich im Namen des Vereins für krebskranke Kinder-Odenwald ganz besonders bedankte. „Ein Geburtstag, ein Jubiläum oder ein Abschied kann so zu einer Gelegenheit werden, Hoffnung weiterzugeben und die Zukunft betroffener Kinder und Familien ein Stück heller zu machen. Denn jede Spende trägt dazu bei, die Forschung voranzubringen, neue Wege zu eröffnen und Kindern bessere Chancen auf Heilung zu schenken.“ red

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