Foto: Privat

Höchst. Auf dem Gelände der römischen Villa Rustica Haselburg bei Hummetroth wird am Sonntag, 21. Juni, wieder Geschichte lebendig. Beim traditionellen Römerfest schlagen bereits ab den Tagen zuvor zahlreiche römische, keltische und germanische Gruppen ihre Lager auf und entführen die Besucher am Festsonntag in die Welt der Antike.

Mit Handel, Vorführungen und Erzählungen geben die Darsteller Einblicke in das Leben vergangener Jahrhunderte. Die Mitglieder des Haselburg-Vereins bereiten das Gelände derzeit aufwendig vor. Neben dem Aufbau von Ständen, Zelten sowie Tischen und Bänken werden zahlreiche Installationen eingerichtet, um Besuchern und Teilnehmern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.

Kulinarisch steht erneut der beliebte „Römerteller“ im Mittelpunkt. Die nach historischen Rezepten zubereiteten Speisen sowie die römischen Gewürzweine Mulsum und Conditum Paradoxum sollen für authentische Geschmackserlebnisse sorgen. Aufgrund des hohen Aufwands werden allerdings nur 100 Römerteller angeboten. Weitere Speisen und Getränke stehen ebenfalls bereit.

Die germanischen Gruppen präsentieren das Alltagsleben vom 1. Jahrhundert bis in die Zeit des Limesfalls und der Spätantike. Ein Runenkundiger erläutert dabei die Bedeutung und Geschichte der germanischen Schriftzeichen.

Bei den keltischen Elsavaren können Besucher Vorführungen zum Bogenbau und Bogenschießen erleben. Außerdem wird gezeigt, wie mit einer Rundmühle Mehl gemahlen und Stockbrot am Lagerfeuer gebacken wird. Frauen demonstrieren die traditionelle Technik des Brettchenwebens, mit der einst kunstvolle Borten hergestellt wurden.

Ein Druide führt durch die Geschichte der Kelten. Kinder haben zudem die Möglichkeit, zeitweise auf dem keltischen Wagen der Gruppe Rammloesa mitzufahren.

Mitglieder des Haselburg-Vereins präsentieren römische Kleidung und bieten Führungen über die historische Anlage an. Ergänzt wird das Programm durch Beiträge des Museums Dieburg und von Terraplana.

„Mit unserem Römerfest wollen wir an eine interessante geschichtliche Epoche des Odenwaldes erinnern und Kenntnisse über das römische zivile Leben vermitteln“, erklärt der Vorsitzende des Haselburg-Vereins, Arno Schäfer. red

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