
Brombachtal. Die Kompostierungsanlage in Brombachtal darf künftig deutlich mehr Grünschnitt verarbeiten. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die jährliche Durchsatzmenge von bisher 11.500 auf 13.500 Tonnen erhöht.
Den entsprechenden Genehmigungsbescheid übergab Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt am Mittwochvormittag, 10. Juni, vor Ort an den Verbandsgeschäftsführer des Müllabfuhr-Zweckverbandes Odenwald, Stephan Kelbert. Nach Angaben der Behörde ist kein baulicher Umbau erforderlich, die höhere Leistung soll über optimierte Abläufe und eine effizientere Nutzung der bestehenden Flächen erreicht werden.
Regierungspräsident Hilligardt erklärte, die steigenden Anlieferungsmengen zeigten, dass das Angebot der Anlage gut angenommen werde. Mit der Genehmigung werde sichergestellt, dass der Bedarf auch künftig gedeckt werden könne, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.
Brombachtals Bürgermeister Andreas Koch verwies auf die Einbindung der Anlage in das örtliche Landschaftsbild sowie auf ihre Bedeutung für das ökologische Umfeld. Besonders hob er das angrenzende Habitat der seltenen Gelbbauchunke hervor, die dort geeignete Lebensbedingungen vorfinde.
In der Anlage werden Garten- und Grünabfälle sowie Ast- und Baumschnitt zu Kompost verarbeitet. Die offene Kompostierung erfolgt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs mit großem Abstand zur Wohnbebauung. Aufgrund der Beschränkung auf Grünschnitt entstehen nur geringe Geruchsemissionen.
Der erzeugte Kompost wird regelmäßig güteüberwacht und erfüllt die geltenden Qualitätsstandards. Auch die anfallenden Niederschlagswässer werden in einer betriebseigenen Schilfbeetkläranlage gereinigt. red
