
Erbach. Erbach stand drei Tage lang ganz im Zeichen feinster Handwerkskunst: Mehr als 2.500 Besucher kamen zum 42. Klöppelspitzenkongress des Deutschen Klöppelverbandes in die Kreisstadt. Nach 2019 war Erbach damit bereits zum zweiten Mal Gastgeber der traditionsreichen Großveranstaltung.
Schon vor dem offiziellen Start konnten Interessierte in der Schule am Drachenfeld zahlreiche Kurse rund ums Klöppeln besuchen. Die feierliche Eröffnung fand in der voll besetzten Werner-Borchers-Halle statt. Dort begrüßten die Vorsitzende des Deutschen Klöppelverbandes, Dorothee Schmitt, Bürgermeister Dr. Peter Traub und Kreisbeigeordneter Michael Vetter die Gäste. Für Stimmung sorgten der Männergesangsverein Bullau sowie die Hans-von-der-Au Trachtengruppe.
Von Freitag bis Sonntag wurde Erbach dann zum europäischen Treffpunkt der Klöppelszene. In Ausstellungen in Markt- und Bierhallen, Vereinshaus, Orangerie und Altem Rathaus gab es historische Spitzenkunst ebenso zu sehen wie moderne Arbeiten. In den Händlerhallen deckten sich viele Besucher mit Material für neue Projekte ein und tauschten sich mit Fachleuten aus.
Besonderen Andrang gab es auch bei einer Mitmachaktion im Schlosshof von Schloss Erbach, bei der Besucher selbst das Klöppeln ausprobieren konnten. Mehrere Vorträge in der Werner-Borchers-Halle rundeten das Programm ab.
Der nächste Klöppelspitzenkongress findet 2027 in Torgau statt. red
