Brensbach. Was nach einem politischen Erdbeben klingt, ist ein strategischer Schachzug: Jutta Schneider und Heinz Werner Knörnschild von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Brensbach (UWG) haben überraschend ihre Mandate in der neuen Gemeindevertretung niedergelegt. Dabei fuhr die UWG mit 27,67 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein und wurde zweitstärkste Kraft. Knörnschild landete mit 1212 Stimmen auf Platz eins, Schneider mit 795 auf Platz drei – beide waren bisher in der Gemeindevertretung aktiv.
Doch ihrem eigenen Anspruch auf Veränderung folgend, rücken nun zwei Nachrücker nach. Die beiden Verzichtserklärer bleiben der Kommunalpolitik erhalten – künftig aber im Think Tank der UWG. Mit der Sitzverteilung (6 CDU, 11 SPD, 6 UWG) stehen die Zeichen in Brensbach auf Neuausrichtung. red

