
Odenwaldkreis. Großer Jubel bei den Mundartfreunden Südhessen: Der Verein hat den Hauptpreis des Hessischen Mundartpreises gewonnen – ein Erfolg, den auch zahlreiche Unterstützer aus dem Odenwaldkreis mitgetragen haben. Die Auszeichnung wurde bei einer feierlichen Veranstaltung in Marburg überreicht.
Stellvertretend nahm Vormann Fritz Ehmke gemeinsam mit seiner Ehefrau die Siegerurkunde aus den Händen von Heimatminister Ingmar Jung entgegen. Prämiert wurde das Projekt „Es woar emol – Märche in Südhessischer Mundart“, das klassische Märchen als Hörbücher und zweisprachige Begleitbücher neu erzählt – eingesprochen von Muttersprachlern und gezielt für den Einsatz in Kitas und Schulen entwickelt.
Das Projekt verbindet Sprachpflege mit sozialem Engagement: Der Verkaufserlös kam dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder in der Region Darmstadt/Rhein-Main-Neckar zugute. Musik, Illustrationen und der gemeinnützige Zweck überzeugten die Jury ebenso wie der generationenübergreifende Ansatz, Mundart im Alltag lebendig zu halten.
Bei der Preisverleihung wurde ein Video aus einem südhessischen Tonstudio gezeigt, in dem unter anderem Kinder aus Rimbach und Lautertal aus den Mundartbüchern vorlasen. Zudem warb eine Lehrerin aus Mörlenbach eindringlich dafür, Dialekte im Familienalltag zu pflegen – nach dem Motto: Mundart wird geschützt, indem man sie benutzt.
Das Preisgeld fließt nun in eine Nachauflage des Benefiz-Mundartbuchs mit Tonträger „Grodde unn Lauser G’schischde aus Südhesse“. Verkaufsstellen und Informationen zum Postversand gibt es unter www.gebabbel-suedhessen.de. red
