Gut gelaunt: Landrat Frank Matiaske und Brigitte Lachnit, Leiterin der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung, besuchen das Café Endlich in Bad König. Betrieben wird es von Gabriele Carnier, die dem Landrat eine Tasse Kaffee reicht, und Sabine Grewing. Das Café ist ein gelungenes Beispiel für die Verwendung von Fördergeldern, hier von Sondermitteln des Bundes speziell für ländliche Räume. Foto: Saskia Hofmann

Odenwaldkreis. Provinziell? Von wegen! Das Landratsamt hat von 2020 bis 2025 Fördermittel in Höhe von rund 10,6 Millionen Euro in die Dorf- und Regionalentwicklung gesteckt – und damit Projekte angeschoben, die den Kreis lebenswerter machen. Spitzenreiter war die Neugestaltung des Montmelianer Platzes in Höchst mit 1,2 Millionen Euro, der höchsten Einzelförderung, die es je gab.

Hinter den Millionen steckt die Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung um Brigitte Lachnit. Ihr Team berät Kommunen, Vereine und private Eigentümer, beantragt Gelder von EU, Bund und Land und begleitet die Umsetzung. Ob Dorfplatz in Momart, die Sanierung des Bahnhofs Hetzbach oder die Fensterrenovierung am denkmalgeschützten Rathaus in Fränkisch-Crumbach – ohne diese Arbeit wäre vieles nicht möglich.

Im Programm Dorfentwicklung sind aktuell Bad König und Fränkisch-Crumbach aktiv. Brombachtal hat gerade sein Konzept eingereicht. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Innenentwicklung, zur Umnutzung alter Gebäude oder zur Aufwertung von Ortskernen.

Parallel läuft die Regionalentwicklung über das EU-Programm LEADER. Hier profitiert auch die Wirtschaft: Eine Outdoor-Fitnessanlage in Kirch-Brombach, ein Dorfladen in Lützelbach oder das Café Endlich in Bad König – aus einer Scheune mit Schweinestall entstanden – wurden so ermöglicht. „Die Regionalentwicklung bietet privaten Unternehmen, die einen Beitrag zur Entwicklung der Region leisten wollen, ein breites Förderspektrum“, so Lachnit.

Landrat Frank Matiaske lobt das Engagement aller Beteiligten: „Dass Kommunen, Vereine und Privatleute bereit sind, einen Eigenanteil zu finanzieren, zeigt ihre Identifikation mit dem Leben im Odenwaldkreis.“ Sein Fazit: „Wir sind eine ‚Progressive Provinz‘ – wir verbinden Tradition und Moderne, Bodenständigkeit und Innovation.“ Unternehmen, die Fördermittel beantragen wollen, können sich bei der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung melden. red

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