Fall Ernst-Göbel-Schule geht in den Landtag

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Die Differenzen zwischen der Schüler-, Lehrer- und Elternschaft der Ernst-Göbel-Schule (EGS) in Höchst einerseits und der EGS-Schulleitung sowie dem Staatlichen Schulamt andererseits werden nun auch den Landtag beschäftigen.

Am Freitag haben die Landtagsabgeordneten Moritz Promny (FDP) und Rüdiger Holschuh (SPD) eine Kleine Anfrage an den Landtag gestellt, um die Hintergründe der Konflikte an der EGS prüfen zu lassen.

Sie fragen die Landesregierung über das Verfahren der Abordnung einer von der Schulleitung missbilligten Lehrkraft an eine andere Schule ab und interessieren sich gleichermaßen dafür, welche Möglichkeiten bestehen, den Schulfrieden schnellstmöglich wiederherzustellen. Dies teilten die Landtagsabgeordneten in einer Pressemitteilung mit.

Nach einem Schülerstreik am Montag an der EGS in Höchst versammelten sich die Oberstufenschüler am Freitag auf dem Schulhof des Gymnasiums Michelstadt, der Schule, an die ihr Oberstufenleiter Rüdiger Wehde vom Staatlichen Schulamt unter anderem nach verschiedenen Konflikten mit dem Schulleiter wegen der geplanten Umstrukturierung der Leistungskurse versetzt worden ist. Am Freitag, seinem ersten Arbeitstag am Gymnasium Michelstadt, war Wehde allerdings nicht an der Schule.

Mit Megaphon und Transparenten forderten die Schüler am Morgen die Korrektur der Entscheidung des Schulamtes, da die oberen Jahrgänge aufgrund der neuen Personalstruktur ihr Abitur in Gefahr sehen, sagte Moritz Wellershoff, Kreisschulsprecher, der in Michelstadt vor Ort war und die EGS-Schüler unterstützte.

Der Kreiselternbeirat habe gemeinsam mit dem Kreisschülerbeirat gegen fünf Personen, darunter den EGS-Direktor Ralf Guinet und den stellvertretenden Direktor Dennis Kroeschell sowie die Schulamtsleiterin Susann Hertz, beim Hessischen Kultusministerium eine offizielle Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.

Das bestätigt auch Gudrun Gebhardt, Kreiselternbeiratsvorsitzende, auf Nachfrage dieser Redaktion. Susann Hertz vom zuständigen Staatlichen Schulamt in Heppenheim war für eine Stellungnahme am Freitagnachmittag nicht mehr zu erreichen. Bei einem Telefonat am Montag dementierte sie gegenüber dieser Redaktion etwaige Vorwürfe, wonach sie mit dem stellvertretenden Direktor Dennis Kroeschell eng verwandt sein soll. Sandra Breunig

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